Montag, 20. August 2012

Als Berufskrankheit anerkannt

Wenn ein Mensch, der seinen Beruf unter freiem Himmel ausübt, durch Sonneneinstrahlung eine bösartige Hautveränderung erleidet, ist dies nach einem Richterspruch des Aachener Sozialgerichtes als Berufskrankheit anzuerkennen. Das Aachener Sozialgericht gab einem Dachdecker recht, der während seiner 40jährigen Tätigkeit als Dachdecker zum Teil ungeschützt der Sonne ausgesetzt war. Die betroffene Berufsgenossenschaft hatte die Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt, unter dem Hinweis, auf einen fehlenden Eintrag dieser Berufskrankheit in der Berufskrankheiten-Verordnung. Die Richter am Aachener Sozialgericht sahen jedoch nach einem   im März mitgeteilten Urteil   einen Ausnahme-Tatbestand erfüllt. Aufgrund des wissenschaftlich belegten hohen Hautkrebsrisikos für Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten, gebe es keinen vernünftigen Zweifel an dem Zusammenhang zwischen der Berufstätigkeit und der Erkrankung. 





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